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Vereins-Chronik 2004

"Dschungelfieber"  

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aufgezeichnet von Manfred Link

 

„Komm, mer mache de Aff“ war der Untertitel des Sitzungsmottos „Dschungelfieber“ im Jahre 2004. Als wenn es dieser Präzisierung bedurft hätte; fühlten sich doch viele der Karnevalisten der Schwarzen Elf an ihre Tätigkeiten im Verein erinnert.

Um 19:31 Uhr kamen die Tiere des Dschungels von allen Seiten in die Hugenottenhalle getanzt. Jede Menge Affen, Kobras, Elefanten, Zebras, Giraffen, Wildkatzen usw. strömten auf die Bühne, im Netz das Prinzenpaar, das gezwungen werden sollte, dem närrischen Treiben der Schwarzen Elfer im Dschungel zuzuschauen. Aber vielleicht war das ja gar nicht nötig und sie waren sogar freiwillig hier.....

Das Bühnenbild, entworfen von Manfred und Sabine Link und Joe Mannberger und gebaut in wochenlanger Arbeit von handwerklich begabten Männern und Frauen des Vereins, ist ein Dschungelcamp, das offensichtlich von einer Horde Affen übernommen wurde.
Nachdem King Louie, König aller Affen, alias Wolfgang Paul, Präsident der Schwarzen Elf, das Chaos auf der Bühne geordnet hatte und das Prinzenpaar befreit auf seinen Plätzen im Saal saß, ging es richtig los.
Die Polkaformation tanzte zu Ehren des Prinzenpaars und scherte sich nicht um die dummen Affen im Elferrat. Einstudiert wurde die schmissige Polka von Steffi Hehn und Ina Gabriel.

Dann wurde es Zeit für das Dschungelprotokoll der Wildkatze. Da kriegten die Primaten im Elferrat ihr Fett ebenso weg wie die großen Politiker. Berichtet wurde vom Buschmann Bush, Schröder-Leo, dem Löwen, Angi, der Gazelle, Shere Khan, dem bissigen Tiger alias Roland Koch. Auch die lokalen Politiker fanden sich im Dschungelbuch wieder. Baloo, der gute Bär von Isenburg alias Herbert Hunkel, Bagheera, der allseits beliebte Quil Ling, Mowgli Christian Beck, die giftig grüne Schlange Kaa, Maria Marx, oder der schlanke Gepard Stefan Schmidt. Gudrun Litzenberger trug das von Günther Marx geschriebene Protokoll perfekt vorbereitet ohne Manuskript frei vor.
Die Minikids zeigten eine Muppetsshow mit beliebten Kinderfiguren wie Erni und Bert aus der Sesamstraße, Maus und Ente aus der Sendung mit der Maus, Pumuckl, Biene Maja und ihr Willi, Pippi Langstrumpf und der rosarote Panther. Einstudiert wurde diese allerliebste Darbietung mit unseren Kleinsten von Katrin Litzenberger und Sabrina Knecht. Mit den tollen Kostümen hatten wieder einmal die Mütter der Kids ihr Können bewiesen.

Nun ging es erst mal raus aus dem Dschungel zu den ganz aktuellen Problemen heranwachsender Teenager. Schon im letzten Jahr, bei ihrem Debüt, strapazierten die beiden Jungtalente Janita Paul (10 Jahre, Tochter von Sitzungspräsident Wolfgang Paul) und Florian Liedtko (12 Jahre, Sohn von Schwarze Elf Multitalent Martina Liedtko) das Zwerchfell des Publikums.

Und genauso machten sie auch dieses Jahr weiter. Florian machte sich schon Gedanken um seine Berufswahl. Auf keinen Fall wollte er Friseur wie die Mutter werden. Das Getratsche dabei ging ihm tierisch auf die Nerven. Janita hatte dagegen das  Problem, dass sie sich den Computer mit dem Rest ihrer chaotischen Familie teilen musste. Vater Wolfgang brachte ihn regelmäßig zum Abstürzen. Diesen köstlichen Vortrag schrieb Martina Liedtko.

Und weiter ging es in der Zivilisation. Die Elfchen rappten den Burger Song von DJ Ötzi. Riesige Pizzahuts, Hähnchenschenkel, Ronald McDonald und natürlich DJ Ötzi tanzten den Kultsong des Fastfoods; einstudiert von Uli Fröls.

Es ging zurück in den Dschungel. Jane fiel im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrem Düsenjet vom Himmel und suchte Anschluss im Urwald. Natürlich kam Tarzan, der Naturbursche. Thomas Kraus-Litzenberger alias Tarzan und Stefan Ritzel alias Jane, das allein war schon ein Anblick, der die Lachmuskeln reizte. Aber auch der Schlagabtausch zwischen dem Affenmann und der blonden Stewardess machte Spaß.

Eine andere, wesentlich grazilere Jane weckte die wilden Tiere des Dschungels. Dieser mitreißende Tanz der Maxis zur Musik aus dem Musical Tarzan wurde einstudiert von Silke Mickley und Martina Liedtko.

Und schon wieder wurden wir in die rauhe Wirklichkeit geholt. Die schon aus dem letzten Jahr bekannte Familie Asselbach ließ uns wieder an ihrem trauten Familienleben teilnehmen.

Gerda Asselbach war sauer. Ihr Albert hatte den Hochzeitstag vergessen. „Net emal a Blümsche hast de de Mama geschenkt“ schimpfte Sohn Paulsche. „Des kann ja Jeder“ meinte der Papa. „Nur Du net“ stellte Gerda beleidigt fest. Die neue Hose von Gerda, Modell Capri, hatte auch nicht den gewünschten Erfolg beim Gatten: „Wieso Modell Capri? Ich dacht Capri wär e Insel un kaan Erdteil!“
Einfach köstlich Kai Paul, als Paulsche, Ina Paul als Gerda, Wolfgang Paul als Albert und Tochter Jennifer alias Martina Liedtko.

Einen Blick zurück in die 80ger machte die Showgruppe. Mit dem Final Countdown ging es los und dann folgten Schlag auf Schlag Hits der 80ger. Madonna betörte „Like a Virgin“ mit schlanken Männerbeinen. Boy George kam mit Schwarzen Rastalocken, die kleine Taschenlampe von Markus brannte, David Hasselhoff was looking for freedom, die Münchner Freiheit wollte ohne Dich nicht nach Haus und tatsächlich, da waren ja auch Jennifer Grey und Patrick Swayze aus Dirty Dancing mit dieser irren Hebefigur.

Life is life sangen Opus und am Schluss riss die Rocky Horror Picture Show alle von den Sitzen. Neue Gesichter gab es auch in der Showgruppe: Franziska Müller, Janita und Kai Paul, Florian Liedtko und Bastian Bremser sorgten für frischen Schwung in der Truppe.

Wenn der Speck erst angefressen ist, hilft nur noch die Masseuse, um alles wieder in Form zu bringen. Heike Döbert gab ihr Debüt in der Bütt als resolute Masseuse. Wenn sie so die Massen bearbeitete, fragte sie sich, warum sie nicht lieber Bäcker geworden war. Bei ihr konnte es auch schon mal passieren, dass ein Patient im Schlammbad vergessen wurde.

Die Cappuccinos, das waren Wolfgang Paul, der Chef an der Gitarre, Thorsten Appel, Thomas Kraus-Litzenberger und Stefan Ritzel, traten das erste Mal auf der großen Sitzung auf. Sie sangen vom Äppelwoi, dem duften Typ Olli (Oliver Quilling), am liebsten wär ihnen, „Wenn des ganze Jahr Fastnacht wäre“. Sie nahmen „Eine Insel vor der Huha“ aufs Korn. Sie waren eine lockere Truppe, die so Manchen und Manches auf die Schippe nahm.
Nun kamen die „Zwei Doofen“ von der Freiwilligen Feuerwehr Heusenstamm. Sie sind vor einigen Jahren bereits öfter auf unseren Sitzungen aufgetreten. Unsere Garde tanzte auf ihrem Kappenabend und so revanchierten sie sich bei uns mit einem Vortrag. Sie strapazierten gerade durch ihre doofen Witze  unser aller Lachmuskeln.

Das Männerballett war dieses Jahr ein Hühnerhaufen. Hat man so was schon gesehen? Riesige Hühner, ein hässliches Huhn, zwei Hähne mit riesigem Gefieder, die mehr Gefallen aneinander haben als an den Hühnern und der Gockelhahn, der das hässliche Huhn umgarnt. Trotz riesiger Füße und stattlichem Umfang bewegten sie sich doch äußerst grazil, dennoch war die Bühne gut gefüllt. Ein tolles Bild!

Ja, wer kam denn da keifend durch die Halle auf die Bühne? Martina Liedtko, alias „Miss Isseborsch“, war jetzt Bedienung im Äbbelsche, der Kneipe von Sitzungspräsident Wolfgang Paul. Mit ihm hätt‘ sie ein Hühnchen zu rupfen. „Während er gemütlich mit den Händen in der Tasche hinter der Theke steht, schlittert sie durchs Lokal, dass des Rippsche mit Kraut dorsch die Luft fliegt und bei der Landung vom Diensthund der Stadt gefressen wird, während sich das Kraut im frisch frisierte Kopp von Maria Norrenbrock verfängt“. Bei diesem Vortrag war der Lachmuskelkater nicht zu vermeiden.

Die Showtanzgruppe Funtasia hatte sich in Waldgeister verwandelt, die zunächst langsam bei getragener Musik wach wurden. Dann ging es aber richtig flott weiter. Ina Gabriel und Ina Paul war es mal wieder gelungen, eine tolle Show zu inszenieren.

Beim großen Finale kamen Alle auf die Bühne und gemeinsam wurde unser Lied, das die Isenburger Sängerknaben für Neu-Isenburg geschrieben haben, der Lumbemondaach, von Allen auf und vor der Bühne unter der Begleitung von Altsängerknabe Norbert Engl, gesungen. Anschließend spielten die Tropics noch zum Tanz und in der Sektbar konnte über das Gesehene resümiert werden.

Das Goldene Vlies erhielten an diesem Abend Robert Horn vom Männerballett und Nina Steinbacher von der Tanzgarde.

 



44 Jahre Schwarze Elf

Seit den ersten Anfängen der Schwarzen Elf in der Kolpingjugend von St. Josef sind nun mehr als
44 Jahre vergangen. Dieses Jubiläum wurde am 21. Juni 2003 im Festzelt am
Alfred-Delp-Haus gefeiert.

Es ist schon ein beeindruckendes Gefühl, auf eine solch lange Zeit zurückblicken zu können. Nur in Ausschnitten kann diese Chronik einen solchen Zeitraum widerspiegeln, vieles von dem, was in dieser Zeit passiert ist, muss unerwähnt bleiben. Trotzdem hoffen wir, die Autoren, dass diese Chronik ein wenig dazu beitragen wird, dass Personen und Ereignisse der Schwarzen Elf nicht so schnell in Vergessenheit geraten.
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